Zum Großblogtag:
New York City = Pirmasens + Ironie.
Freitag, 31. Juli 2009
Frühe 90er vs. späte 90er (I)
Wer mich kennt, dem dürfte aufgefallen sein, dass ich niemals Converse (oder wie manche sie nennen "Chucks") trage. Das liegt darin begründet, dass ich in der besten Zeit der Menschheitsgeschichte sozialisiert wurde, in den wenigen Jahren in denen Converse tatsächlich mal out waren: Den späten 90ern.
Die 90er waren ja generell einfach das beste Jahrzehnt überhaupt. Kalter Krieg war vorbei, Krieg gegen den Terror hat noch nicht angefangen, das "Internet" (damals immer noch gefolgt von einem respektvollen "...hääh?" bzw. "hein?" auf französisch) macht uns alle zu Millionären und die Simpsons-Autoren produzieren eine klassische Folge nach der anderen.
Nun bin ich in Köln aber mit einem älteren Herrn mit Bio-Diplom aneinander geraten, der behauptet, dass die frühen 90er die bessere Hälfte des Jahrzehnts waren. Dies nehme ich zum Anlass mal objektiv und unparteilich die beiden Zeiten miteinander zu vergleichen.
Erklärend muss dabei hinzugefügt werden, dass ich ähnlich wie die Historiker die vom "langen" 19. Jahrhundert sprechen (Franz. Revolution bis ende 1. Weltkrieg), das Konzept der "langen" 1990er entwickelt habe. Die 90er fangen am 9. November 1989 an und endeten am 11. September 2001. Ich gehe davon aus, dass die Geschichtsforschung mir in wenigen Jahren beipflichten wird.
Die frühen 90er hatten schonmal nichts. Zumindest nichts auch nur annähernd vergleichbares. Vergleichbar womit? Mit der größten Vorfreude der Menschheitsgeschichte. Die wurde zwar enttäuscht, aber was macht denn das bißchen Enttäuschung im Vergleich mit dem freudigen Warten welches uns immer wieder neue Hoffnung gab? Ich rede natürlich von der neuen Star Wars-Trilogie. Dieses Gefühl des kollektiven, weltweiten Ersehnens wird es so wohl nie wieder geben. Und damit noch nicht mal genug: 1999 erschien Matrix. Die Vorfreude (noch schlimmer enttäuscht, aber das war ja dann schon in den bösen 2000ern) auf die nächsten 2 Teile war zwar nicht vergleichbar aber doch auch schön. Und dann gab es ja dann noch diese Gerüchte über einen neuseeländischen nerd-splatter Regiesseur der angeblich für hunderte Millionen Dollar die Herr der Ringe-Trilogie ziemlich werkgetreu verfilmen will. Und der erste und beste Teil davon kam sogar noch in meinen "langen" späten 90ern ins Kino.
Und was haben die frühen 90er dagegen zu halten: "Also, Spielberg macht da so nen Film, so mit geklonten Dinosauriern so in einem Freizeitpark so und die brechen dann so aus und machen soalles kaputt". *einsamer&ironischer Applaus*
Späte 90er: 1
Frühe 90er: 0
Die 90er waren ja generell einfach das beste Jahrzehnt überhaupt. Kalter Krieg war vorbei, Krieg gegen den Terror hat noch nicht angefangen, das "Internet" (damals immer noch gefolgt von einem respektvollen "...hääh?" bzw. "hein?" auf französisch) macht uns alle zu Millionären und die Simpsons-Autoren produzieren eine klassische Folge nach der anderen.
Nun bin ich in Köln aber mit einem älteren Herrn mit Bio-Diplom aneinander geraten, der behauptet, dass die frühen 90er die bessere Hälfte des Jahrzehnts waren. Dies nehme ich zum Anlass mal objektiv und unparteilich die beiden Zeiten miteinander zu vergleichen.
Erklärend muss dabei hinzugefügt werden, dass ich ähnlich wie die Historiker die vom "langen" 19. Jahrhundert sprechen (Franz. Revolution bis ende 1. Weltkrieg), das Konzept der "langen" 1990er entwickelt habe. Die 90er fangen am 9. November 1989 an und endeten am 11. September 2001. Ich gehe davon aus, dass die Geschichtsforschung mir in wenigen Jahren beipflichten wird.
Die frühen 90er hatten schonmal nichts. Zumindest nichts auch nur annähernd vergleichbares. Vergleichbar womit? Mit der größten Vorfreude der Menschheitsgeschichte. Die wurde zwar enttäuscht, aber was macht denn das bißchen Enttäuschung im Vergleich mit dem freudigen Warten welches uns immer wieder neue Hoffnung gab? Ich rede natürlich von der neuen Star Wars-Trilogie. Dieses Gefühl des kollektiven, weltweiten Ersehnens wird es so wohl nie wieder geben. Und damit noch nicht mal genug: 1999 erschien Matrix. Die Vorfreude (noch schlimmer enttäuscht, aber das war ja dann schon in den bösen 2000ern) auf die nächsten 2 Teile war zwar nicht vergleichbar aber doch auch schön. Und dann gab es ja dann noch diese Gerüchte über einen neuseeländischen nerd-splatter Regiesseur der angeblich für hunderte Millionen Dollar die Herr der Ringe-Trilogie ziemlich werkgetreu verfilmen will. Und der erste und beste Teil davon kam sogar noch in meinen "langen" späten 90ern ins Kino.
Und was haben die frühen 90er dagegen zu halten: "Also, Spielberg macht da so nen Film, so mit geklonten Dinosauriern so in einem Freizeitpark so und die brechen dann so aus und machen soalles kaputt". *einsamer&ironischer Applaus*
Späte 90er: 1
Frühe 90er: 0
I'm B(ac)K*
Anstelle eines langen Reiseberichts, stichpunktartig alles über meine triumphale Rückkehr:
- Im Flugzeug neben einem Mann gesessen, der seinen 81. Geburtstag gefeiert hat. Hat ständig geredet. Da sitzt man ja dann doch fast lieber neben einem Kleinkind.
- New York liegt offensichtlich in den Tropen. Es ist den ganzen Tag über drückend schwül. Das ganze entlädt sich dann in einem täglichen Gewitter bei dem es einfach nur runter schüttet. Von genau so einem wurde ich begrüßt.
- Wohne jetzt zum ersten mal in meinem Leben mit einer Frau zusammen, der reizenden Federica aus Firenze. Hosen sind also länger nicht mehr nur optional. Und es riecht überall nach Kaffee. Wieso sich die Dame über Schlaflosigkeit beschwert ist mir ein Rätsel.
- Das Touri-Gefühl stellt sich doch nicht wieder ein. Sehr schade eigentlich. Irgendwie ist die Stadt doch schon ein wenig zu Hause geworden. Da steht man halt mal eine Stunde am Times Square für Broadway Tickets an (wollte Federica aufmuntern, die macht dieser New Yorker Sommer nämlich depressiv) nur um dann doch keine zu kaufen, weil sie trotz 30% Rabatts immer noch 90$ das Stück kosten. Auf dem Rückweg schaut man eben kurz mal bei Macy's vorbei, bevor man am Flatiron Building vorbei zurück zur Bahn läuft.
*BK=Brooklyn, vielleicht doch nicht so verständlich wie ich es finde.
- Im Flugzeug neben einem Mann gesessen, der seinen 81. Geburtstag gefeiert hat. Hat ständig geredet. Da sitzt man ja dann doch fast lieber neben einem Kleinkind.
- New York liegt offensichtlich in den Tropen. Es ist den ganzen Tag über drückend schwül. Das ganze entlädt sich dann in einem täglichen Gewitter bei dem es einfach nur runter schüttet. Von genau so einem wurde ich begrüßt.
- Wohne jetzt zum ersten mal in meinem Leben mit einer Frau zusammen, der reizenden Federica aus Firenze. Hosen sind also länger nicht mehr nur optional. Und es riecht überall nach Kaffee. Wieso sich die Dame über Schlaflosigkeit beschwert ist mir ein Rätsel.
- Das Touri-Gefühl stellt sich doch nicht wieder ein. Sehr schade eigentlich. Irgendwie ist die Stadt doch schon ein wenig zu Hause geworden. Da steht man halt mal eine Stunde am Times Square für Broadway Tickets an (wollte Federica aufmuntern, die macht dieser New Yorker Sommer nämlich depressiv) nur um dann doch keine zu kaufen, weil sie trotz 30% Rabatts immer noch 90$ das Stück kosten. Auf dem Rückweg schaut man eben kurz mal bei Macy's vorbei, bevor man am Flatiron Building vorbei zurück zur Bahn läuft.
*BK=Brooklyn, vielleicht doch nicht so verständlich wie ich es finde.
Dienstag, 7. Juli 2009
Germany: A Summer's Tale
Dear apostles,
I'm back in Germany for 2 1/2 weeks now, and since I write my blog in German while I'm in the US, I decided to write at least one entry about my capers in the fatherland in English. a) because it's fair and b) because some people asked me for it.
I want to apologize in advance for any spelling or grammar mistakes or the possibility that this article wont be as entertaining/funny as my early work. Simply because (and I know that most people in the world will disagree with me) German happens to be the funniest language in the world. Or as Mark Twain said: "Mastery of the art and spirit of the Germanic language enables a man to travel all day in one sentence without changing cars".
Speaking of cars: That's were I spent a considerable amount of time since I came back. I drove to a near film festival (1 hour), to Cologne (2 1/2 hours), to Trier (2 hours)... I get pretty bored while I'm driving, especially since my sister-in-law seems to have hidden all of my CDs while I left her my car. To Americans a 2 hour drive seems incredibly short, but to me it is just a waste of time. I usually just sing some weird songs or start cursing aimlessly just to keep me entertained. At least I could do one of the things non-German people are jealous of: Going 120 Mph on the highway/Autobahn without fearing to get into any trouble. While still getting passed by bigger cars. By the way, the current price of gas is about 6,84$ per gallon (and this is the cheapest in the last 3 years or so). Thankgod my car has a good mileage.
I spent the first ten days back home and used them for some quality time with my family and my dog. My grandma decided to put me on a German diet, Schnitzel, rotisserie chicken, Kaiserschmarrn (cut-up and sugared pancakes with raisins) etc.
Since the weather in Germany has been a whole lot better than in NYC so far, I also spent my days barbecueing with my awesome friends. In Trier (Germany's oldest city, founded around 20 BC) I actually bought a bbq set right across the street from Karl Marx's birthplace.
As Vince Vega noticed in "Pulp Fiction", the most interesting things are the little differences between the US and Europe.
- Yeah, we get beer at McDonalds. But why should we when we can get better beer just about everywhere else. And so cheap in comparison to NY!
- Drinking in public is legal in Germany and expected in Cologne. And big fun for the whole family.
- The US are lightyears ahead in technology. If technology means funny gimmicks like Iphones, TiVos, blogging etc. In other areas, I feel like being back to the future. An elecrtical stove? Without gas? It's magic. "The money will be in your account tomorrow" instead of "The check should be in the mail...". Not to speak of the miracle called non-cthru-toilet paper.
Actually my mom wants a cell phone with internet access. She's always been an early adaptor, while my dad would like to live in a cave with no light and war water (I recommended him some apartments on LES). The main reason for my mom to get a mobile internet access is to find an easy solution for discussions with my dad. Usually they call me and ask "Hey, what's the name of that movie/actor/actress/director/athlete...". Since they have arguments like this everytime they go out, an internet flat rate would be a lot cheaper, than all those international calls.
- My stay here reaffirmed the observation that I made in New York: the common German has a terrible hair cut. And is usually wearing terrible clothes. Whenever I see someone in the street in NYC who looks kinda displaced, I know where they're from.
I'm back in Germany for 2 1/2 weeks now, and since I write my blog in German while I'm in the US, I decided to write at least one entry about my capers in the fatherland in English. a) because it's fair and b) because some people asked me for it.
I want to apologize in advance for any spelling or grammar mistakes or the possibility that this article wont be as entertaining/funny as my early work. Simply because (and I know that most people in the world will disagree with me) German happens to be the funniest language in the world. Or as Mark Twain said: "Mastery of the art and spirit of the Germanic language enables a man to travel all day in one sentence without changing cars".
Speaking of cars: That's were I spent a considerable amount of time since I came back. I drove to a near film festival (1 hour), to Cologne (2 1/2 hours), to Trier (2 hours)... I get pretty bored while I'm driving, especially since my sister-in-law seems to have hidden all of my CDs while I left her my car. To Americans a 2 hour drive seems incredibly short, but to me it is just a waste of time. I usually just sing some weird songs or start cursing aimlessly just to keep me entertained. At least I could do one of the things non-German people are jealous of: Going 120 Mph on the highway/Autobahn without fearing to get into any trouble. While still getting passed by bigger cars. By the way, the current price of gas is about 6,84$ per gallon (and this is the cheapest in the last 3 years or so). Thankgod my car has a good mileage.
I spent the first ten days back home and used them for some quality time with my family and my dog. My grandma decided to put me on a German diet, Schnitzel, rotisserie chicken, Kaiserschmarrn (cut-up and sugared pancakes with raisins) etc.
Since the weather in Germany has been a whole lot better than in NYC so far, I also spent my days barbecueing with my awesome friends. In Trier (Germany's oldest city, founded around 20 BC) I actually bought a bbq set right across the street from Karl Marx's birthplace.
As Vince Vega noticed in "Pulp Fiction", the most interesting things are the little differences between the US and Europe.
- Yeah, we get beer at McDonalds. But why should we when we can get better beer just about everywhere else. And so cheap in comparison to NY!
- Drinking in public is legal in Germany and expected in Cologne. And big fun for the whole family.
- The US are lightyears ahead in technology. If technology means funny gimmicks like Iphones, TiVos, blogging etc. In other areas, I feel like being back to the future. An elecrtical stove? Without gas? It's magic. "The money will be in your account tomorrow" instead of "The check should be in the mail...". Not to speak of the miracle called non-cthru-toilet paper.
Actually my mom wants a cell phone with internet access. She's always been an early adaptor, while my dad would like to live in a cave with no light and war water (I recommended him some apartments on LES). The main reason for my mom to get a mobile internet access is to find an easy solution for discussions with my dad. Usually they call me and ask "Hey, what's the name of that movie/actor/actress/director/athlete...". Since they have arguments like this everytime they go out, an internet flat rate would be a lot cheaper, than all those international calls.
- My stay here reaffirmed the observation that I made in New York: the common German has a terrible hair cut. And is usually wearing terrible clothes. Whenever I see someone in the street in NYC who looks kinda displaced, I know where they're from.
Samstag, 13. Juni 2009
Of models and men
Noch eine Drehwoche und die Stimmung schlägt immer mehr in allgemeinen Zynismus über. Finde ich persönlich super. Auch die Tatsache, dass der versteckte Alkoholkonsum rund ums Set zunimmt.
Wie bereits erwähnt sind nur die Komparsen richtige Schauspieler, die Hauptrollen sind alle Models. Oder, wie Jean-Baptiste (französischer Kameraassistent) unseren Film treffend zusammenfasste: "This film will look so good, but at the same time will be so retarded". Den charmanten franz. Akzent muss man sich an dieser Stelle natürlich dazudenken. Damit hat er aber nicht nur die Darsteller gemeint, sondern auch die Bilder, die sich (zumindest teilweise) im vollen Ernst nicht vor Hollywood verstecken müssen.
Unsere Hauptdarstellerin Daria ist Russin und 18 Jahre alt. Sie selbst behauptet, sie sei 19, aber ich glaube dem Wikipediaartikel über sie mehr, als ihr selbst. Immerhin ist es gang und gäbe in der Entertainmentindustrie übers eigene Alter zu lügen. Gut, normalerweise in die andere Richtung, aber bei diesem Dreh ist ja sowieso alles möglich. Schauspielern kann sie leider nicht. Aber immerhin ganz gut backen. Sie hat letztens selbstgebackene Strudeltaschen ans Set gebracht und damit die Stimmung für immerhin 10 Minuten aufgeheitert.
Hab mich gestern auch mal etwas länger mit ihr unterhalten, dabei vor allem gemerkt wie alt ich bin und festgestellt, dass sie eigentlich schon eine Nette ist. Wer hätte vermutet, dass diese gelangweilt und zugedröhnt den Laufsteg runterwandelnden Wesen doch tatsächlich Seelen haben?
Meine persönliche Favoritin ist aber die Brasilianerin Gabrielle. Diese ist objektiv betrachtet wunderschön, besitzt aber ungefähr soviel Charme wie ein Liter Milch und ist daher unattraktiv. Bin von mir und meiner nicht-Oberflächlichkeit selbst überrascht. Schauspielerisch scheint sie sich an bekannten Pornogrößen zu orientieren, bis auf die Nacktheit natürlich. Immerhin hat sie letztens ein nicht vergehen wollendes Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. In bester Frank Drebin (Nackte Kanone)-Manier hat sie nämlich vergessen ihr Mikrofon auszuschalten bevor sie aufs Klo gegangen ist. Geistig im Alter von 12 stehengeblieben zu sein macht Spaß.
Wie bereits erwähnt sind nur die Komparsen richtige Schauspieler, die Hauptrollen sind alle Models. Oder, wie Jean-Baptiste (französischer Kameraassistent) unseren Film treffend zusammenfasste: "This film will look so good, but at the same time will be so retarded". Den charmanten franz. Akzent muss man sich an dieser Stelle natürlich dazudenken. Damit hat er aber nicht nur die Darsteller gemeint, sondern auch die Bilder, die sich (zumindest teilweise) im vollen Ernst nicht vor Hollywood verstecken müssen.
Unsere Hauptdarstellerin Daria ist Russin und 18 Jahre alt. Sie selbst behauptet, sie sei 19, aber ich glaube dem Wikipediaartikel über sie mehr, als ihr selbst. Immerhin ist es gang und gäbe in der Entertainmentindustrie übers eigene Alter zu lügen. Gut, normalerweise in die andere Richtung, aber bei diesem Dreh ist ja sowieso alles möglich. Schauspielern kann sie leider nicht. Aber immerhin ganz gut backen. Sie hat letztens selbstgebackene Strudeltaschen ans Set gebracht und damit die Stimmung für immerhin 10 Minuten aufgeheitert.
Hab mich gestern auch mal etwas länger mit ihr unterhalten, dabei vor allem gemerkt wie alt ich bin und festgestellt, dass sie eigentlich schon eine Nette ist. Wer hätte vermutet, dass diese gelangweilt und zugedröhnt den Laufsteg runterwandelnden Wesen doch tatsächlich Seelen haben?
Meine persönliche Favoritin ist aber die Brasilianerin Gabrielle. Diese ist objektiv betrachtet wunderschön, besitzt aber ungefähr soviel Charme wie ein Liter Milch und ist daher unattraktiv. Bin von mir und meiner nicht-Oberflächlichkeit selbst überrascht. Schauspielerisch scheint sie sich an bekannten Pornogrößen zu orientieren, bis auf die Nacktheit natürlich. Immerhin hat sie letztens ein nicht vergehen wollendes Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. In bester Frank Drebin (Nackte Kanone)-Manier hat sie nämlich vergessen ihr Mikrofon auszuschalten bevor sie aufs Klo gegangen ist. Geistig im Alter von 12 stehengeblieben zu sein macht Spaß.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Drehfrei
Im Westen nichts neues: Der Dreh ist immer noch eine ziemliche Katastrophe. Hatten 2 Nachtdrehs in Folge, d.h. Arbeitsbeginn um 18.30 und dann bis morgens um 7:30 drehen. Dabei wird natürlich keine Pause gemacht. Es heißt zwar, dass man eine Filmcrew am besten mindestens alle 6 Stunden füttern soll, andererseits hätte man dafür ja erstmal eine neue Mahlzeit erfinden müssen um diese auf den Drehplan zu setzen. Wie nennt man die Mahlzeit zwischen Abendessen und Frühstück?
Die Crew ist ein wirklich sympathischer Haufen, zusammengeschweißt durch den Hass auf den Regiesseur, der inzwischen den netten Spitznamen "Das Arschloch" inne hat. Eigentlich ist es schon fast eine Beleidigung diesen Mann Regiesseur zu nennen. Immerhin belaufen sich seine Regieanweisungen zu 80% auf so glorreiche Angaben wie "more natural" oder "less stiff". Die restlichen 20% spricht er den "Schauspielern" ihre Sätze vor, damit sie ihm genau nachplappern dürfen. Ich freue mich schon auf die Aufnahmen für den Rifftrack, für den ich schon fleißig Ideen sammle.
Zurück zur Crew, denn die ist sowieso viel mehr der Rede wert und der einzige Grund, warum ich nicht vertragsbrüchig geworden bin. Mit dem Script supervisor Alex (estnischer-Amerikaner) sammle ich in freien Minuten Songs die auf einer Beerdigung so richtig unpassend wären (mein Favorit bis dato "Fat bottom Girls", Queen ist eigentlich immer unpassend), während ich mit dem Beleuchter Gabriel (Puerto Rico) am Skript für den besten und gleichzeitig handlungslfreiesten Actionfilm aller Zeiten arbeite.
das Catering hat sich tendenziell auch verbessert. Nur sind die Portionen deutlich zu klein. Das dürfte der 1. Dreh werden bei dem ich abnehme, normalerweise würde ich so ca. das dreifache von dem essen, was wir so bekommen. Einen unerfreulichen Zwischenfall gab es allerdings doch, erneut auf den Regiesseur und Geldgeber zurückzuführen. Da wir anscheinend unser Equipment in der billigsten Absteige gemietet haben (einer der Generatoren sah aus wie selbst zusammengelötet und fiel nach 30 Minuten aus), gab es für die Benzinkanister keine Deckel. Und dann beschwert sich ausgerechnet der Regiesseur, dass das Essen, welches wir ja im Truck mittransportieren, so merkwürdig nach Benzin schmeckt.
Die Crew ist ein wirklich sympathischer Haufen, zusammengeschweißt durch den Hass auf den Regiesseur, der inzwischen den netten Spitznamen "Das Arschloch" inne hat. Eigentlich ist es schon fast eine Beleidigung diesen Mann Regiesseur zu nennen. Immerhin belaufen sich seine Regieanweisungen zu 80% auf so glorreiche Angaben wie "more natural" oder "less stiff". Die restlichen 20% spricht er den "Schauspielern" ihre Sätze vor, damit sie ihm genau nachplappern dürfen. Ich freue mich schon auf die Aufnahmen für den Rifftrack, für den ich schon fleißig Ideen sammle.
Zurück zur Crew, denn die ist sowieso viel mehr der Rede wert und der einzige Grund, warum ich nicht vertragsbrüchig geworden bin. Mit dem Script supervisor Alex (estnischer-Amerikaner) sammle ich in freien Minuten Songs die auf einer Beerdigung so richtig unpassend wären (mein Favorit bis dato "Fat bottom Girls", Queen ist eigentlich immer unpassend), während ich mit dem Beleuchter Gabriel (Puerto Rico) am Skript für den besten und gleichzeitig handlungslfreiesten Actionfilm aller Zeiten arbeite.
das Catering hat sich tendenziell auch verbessert. Nur sind die Portionen deutlich zu klein. Das dürfte der 1. Dreh werden bei dem ich abnehme, normalerweise würde ich so ca. das dreifache von dem essen, was wir so bekommen. Einen unerfreulichen Zwischenfall gab es allerdings doch, erneut auf den Regiesseur und Geldgeber zurückzuführen. Da wir anscheinend unser Equipment in der billigsten Absteige gemietet haben (einer der Generatoren sah aus wie selbst zusammengelötet und fiel nach 30 Minuten aus), gab es für die Benzinkanister keine Deckel. Und dann beschwert sich ausgerechnet der Regiesseur, dass das Essen, welches wir ja im Truck mittransportieren, so merkwürdig nach Benzin schmeckt.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Therapeutisches Bloggen
Ist es ein schlechtes Zeichen wenn man sich schon während des 2. Drehtages Gedanken darüber macht, wie man sich in MST3K-Manier (für nicht MiSTies: Mystery Science Theater 3000) über den fertigen Film lustig machen wird?
Es ging ja schon am Freitag los. Da wird man um 12.30 wohin bestellt um dann bis um 14 Uhr auf die Produzenten warten zu müssen. Warten ist in New York zwar an der Tagesordnung, macht aber normalerweise auch Spaß. Man kann in eins der über 1100 Starbucks gehen, Menschen beobachten oder den Flair genießen. Dies ging aber alles nicht so gut, da ich die 90 Minuten im hinterletzten Industriegebiet der hinterletzen Ecke von Queens verbracht habe, wo das nichts nichtet.
Am Montag ging der Dreh los. Meine bereits vorher gemachten Sorgen haben sich mehr als bestätigt. Das Buch ist immer noch schmalzig. Der gesamte Cast hat zusammen ca. 1 1/2 imdb Einträge. Gut, liegt auch daran, dass der Drehbuchautor und Regiesseur auch beschlossen hat die Hauptrolle zu spielen, da er angeblich mit keinem der Kandidaten zufroeden war. Ich vermute er hat früher in seiner peruanischen Heimat unter dem Namen Jorge Carpentero Selbstfilme gedreht, zumindest ist seine schauspielerische leistung vergleichbar mit der, des lieben Jörg. Zum Elend trägt auch bei, dass er seine Freundin, ein russisches 18 jähriges Topmodel (wo endet eigentlich "Model" und wo beginnt "Topmodel"?), für die weibliche Hauptrolle gecastet hat. Die kann er immerhin mit seiner Leistung an die Wand spielen.
In New York wohnen geschätzt ca. 500.000 arbeitslose Schauspieler. in jedem der über 1100 Starbucks findet man schonmal mindestens 3. Viele davon würden sogar dafür bezahlen in einem Langfilm mitzuspielen. Stattdessen entscheidet man sich für die Teenagervariante und castet Laien... ich werde es nie verstehen.
Die Crew wiederum gleicht dem biblischen Babylon. Da haben wir Amerikaner, Franzosen, Venzuelaner, Mexikaner, Spanier, Türken, Thailänder, (einen) Deutschen, Brasilianer, Peruaner... Dieses Sprachwirrwar hat unter anderem schon dazu geführt, dass ich Kaffeefilter statt Druckerpapier gekauft habe.
Die Crew ist aber noch das beste an der ganzen Produktion. Größtenteils sehr nette Menschen. Nur schade, dass die beiden Regiesassistenten einen wichtigen Part ihres Jobs vernachlässigen: Nämlich, dem Regiesseur Feuer unterm Arsch zu machen. Ich habe bereits die Produzenten gefragt ob ich diesne Job machen dürfte. Mal sehen ob ich mich noch länger beherrschen kann. Immerhin waren wir am am ersten Drehtag 5 Stunden verspätet und mussten die Tagesszenen im Washington Square Park im dunkeln drehen, was sie praktisch unbrauchbar macht. Naja, war ja der erste Tag, da kann das ja passieren. 15 Stunden Arbeitstag. zwar nicht schön, aber eben auch nicht notwendig, wenn es einen gescheiten AD (assistant director) oder eine Aufnahmeleitung gäbe.
Gestern also der 2. Tag. Call time: 7 uhr morgens. Viel Arbeit und hölzerne Schauspielleistungen später,ca. 9 Uhr abends, waren wir diesmal wieder 5 Stunden zu spät. Daher gabs auch keine Pause zwischen den Drehblöcken und wir drehten gleich weiter bis um 2.30 Uhr morgens. Es geht doch nicht über einen 20 Studen Arbeitstag, bzw. eine komplette Arbeitswoche in 2 Tagen.
Das Wegfallen der Pausen war in soweit zu verschmerzen, dass wir hier ein Catering aufgetischt bekommen, dass einfach unsäglich schlecht ist. Obwohl es angeblich von einer professionellen Köchin kommt. Vielelicht liegts aber auch dran, dass es vorgekocht, dann einen Tag lang ungekühlt im Truck liegt und dann per Mikrowelle aufgewärmt wird. Am ersten Tag gabs z.B. ein Corn bread, das nur nach ranzigem Hüttenkäse geschmeckt hat. Beim Umhergehen in der Crew zeigte sich der tolle Anblick, dass jeder genau einmal davon abgebissen hatte.
Jetzt gehts gleich zum Dritten Tag. Diesmal vermutlich wieder nur 14-15 Stunden. Wenn ich wieder Zeit hab, wird wieder gebloggt. Bis dahin schwelge ich in Erinnerung an aufmdeich-Drehs und freue mich schon auf den nächsten. Auch wenn ich dann beim Dreh mal nicht mehr abnehmen sollte.
Es ging ja schon am Freitag los. Da wird man um 12.30 wohin bestellt um dann bis um 14 Uhr auf die Produzenten warten zu müssen. Warten ist in New York zwar an der Tagesordnung, macht aber normalerweise auch Spaß. Man kann in eins der über 1100 Starbucks gehen, Menschen beobachten oder den Flair genießen. Dies ging aber alles nicht so gut, da ich die 90 Minuten im hinterletzten Industriegebiet der hinterletzen Ecke von Queens verbracht habe, wo das nichts nichtet.
Am Montag ging der Dreh los. Meine bereits vorher gemachten Sorgen haben sich mehr als bestätigt. Das Buch ist immer noch schmalzig. Der gesamte Cast hat zusammen ca. 1 1/2 imdb Einträge. Gut, liegt auch daran, dass der Drehbuchautor und Regiesseur auch beschlossen hat die Hauptrolle zu spielen, da er angeblich mit keinem der Kandidaten zufroeden war. Ich vermute er hat früher in seiner peruanischen Heimat unter dem Namen Jorge Carpentero Selbstfilme gedreht, zumindest ist seine schauspielerische leistung vergleichbar mit der, des lieben Jörg. Zum Elend trägt auch bei, dass er seine Freundin, ein russisches 18 jähriges Topmodel (wo endet eigentlich "Model" und wo beginnt "Topmodel"?), für die weibliche Hauptrolle gecastet hat. Die kann er immerhin mit seiner Leistung an die Wand spielen.
In New York wohnen geschätzt ca. 500.000 arbeitslose Schauspieler. in jedem der über 1100 Starbucks findet man schonmal mindestens 3. Viele davon würden sogar dafür bezahlen in einem Langfilm mitzuspielen. Stattdessen entscheidet man sich für die Teenagervariante und castet Laien... ich werde es nie verstehen.
Die Crew wiederum gleicht dem biblischen Babylon. Da haben wir Amerikaner, Franzosen, Venzuelaner, Mexikaner, Spanier, Türken, Thailänder, (einen) Deutschen, Brasilianer, Peruaner... Dieses Sprachwirrwar hat unter anderem schon dazu geführt, dass ich Kaffeefilter statt Druckerpapier gekauft habe.
Die Crew ist aber noch das beste an der ganzen Produktion. Größtenteils sehr nette Menschen. Nur schade, dass die beiden Regiesassistenten einen wichtigen Part ihres Jobs vernachlässigen: Nämlich, dem Regiesseur Feuer unterm Arsch zu machen. Ich habe bereits die Produzenten gefragt ob ich diesne Job machen dürfte. Mal sehen ob ich mich noch länger beherrschen kann. Immerhin waren wir am am ersten Drehtag 5 Stunden verspätet und mussten die Tagesszenen im Washington Square Park im dunkeln drehen, was sie praktisch unbrauchbar macht. Naja, war ja der erste Tag, da kann das ja passieren. 15 Stunden Arbeitstag. zwar nicht schön, aber eben auch nicht notwendig, wenn es einen gescheiten AD (assistant director) oder eine Aufnahmeleitung gäbe.
Gestern also der 2. Tag. Call time: 7 uhr morgens. Viel Arbeit und hölzerne Schauspielleistungen später,ca. 9 Uhr abends, waren wir diesmal wieder 5 Stunden zu spät. Daher gabs auch keine Pause zwischen den Drehblöcken und wir drehten gleich weiter bis um 2.30 Uhr morgens. Es geht doch nicht über einen 20 Studen Arbeitstag, bzw. eine komplette Arbeitswoche in 2 Tagen.
Das Wegfallen der Pausen war in soweit zu verschmerzen, dass wir hier ein Catering aufgetischt bekommen, dass einfach unsäglich schlecht ist. Obwohl es angeblich von einer professionellen Köchin kommt. Vielelicht liegts aber auch dran, dass es vorgekocht, dann einen Tag lang ungekühlt im Truck liegt und dann per Mikrowelle aufgewärmt wird. Am ersten Tag gabs z.B. ein Corn bread, das nur nach ranzigem Hüttenkäse geschmeckt hat. Beim Umhergehen in der Crew zeigte sich der tolle Anblick, dass jeder genau einmal davon abgebissen hatte.
Jetzt gehts gleich zum Dritten Tag. Diesmal vermutlich wieder nur 14-15 Stunden. Wenn ich wieder Zeit hab, wird wieder gebloggt. Bis dahin schwelge ich in Erinnerung an aufmdeich-Drehs und freue mich schon auf den nächsten. Auch wenn ich dann beim Dreh mal nicht mehr abnehmen sollte.
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