Montag, 14. Juli 2008

Dinge die Frauen nicht tun sollten (VI)

Hysterisch kreischen. (Nein auch nicht wenn ihr eure "beste" Freundin seit 2 Wochen nicht gesehen habt oder die Schuhe die sie trägt echt was her machen)

Dazu gehört auch im Fußballstadion oder beim Public-Viewing Gesänge anzustimmen. Es gibt wenig lächerlicheres als eine Fankurve aus der im dreigestrichenen G "Aiaiaiaiooooo...BVB...Hurensöhne!!!" schallt.

Dienstag, 6. Mai 2008

Retro Informationszeitalter

Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Videotext-Fan, lese 10 mal mehr Videotext als Zeitungen und halte den Videotext für eine der größten menschlichen Errungenschaften nach dem Mitleidssex.
Er ersetzt mir die Sport-Bild (auf jedem Sender die 200er), die Gala (Pro7 Videotext 430-438) und die St. Pauli Nachrichten (dank Frau von der Leyen und Konsorten jetzt erst ab 22 Uhr...). Ist einfach herrlich retro diese pixeligen Informationen... Für mich gehört zu Bundesliga-Spieltagen das gebannte Starren aus leeren Augen auf pinkne Ziffern einfach dazu, auch wenn sich oftmals minutenlang nichts tut. Aber diese unbeweglichen seelenlosen Ziffern transportieren für mich mindestens so viel Dramatik wie die Bundesligakonferenz im Radio, auch ohne "zurück ins Funkhaus". Wie konnte man das Saisonfinale 2001 besser beschreiben als ein prosaisch spartanisches alle-Spielergebnisse-weiß-bis-auf-Bayern-Hamburg-dann-plötzlich-1:1-und
-Bayern-Hamburg-wird-weiß?!?
Aber am meisten am Videotext bewundere ich die telefonischen Ted-Umfragen. da werden Fragen zum Ostrakismos gegeben, die die Welt bewegen. "Welche Mannschaft steigt ab?", "Sollte das Rauchverbot auch auf Weltraumbahnhöfe ausgeweitet werden?", "Welches Tokio Hotel Mitglied sollte Außenminister werden?" etc.
So weit so gut, aber was mich echt begeistert sind die Antwortkategorien "Weiß nicht", "naja" oder "Mir egal". Da geben Leute 49 Cent für einen Anruf aus um ihre geballte Meinungslosigkeit kund zu geben. Da sage noch einer es gäbe keine Idealisten mehr in dieser Welt.
Der absolute Höhepunkt der Videotext-Abstimmungskultur ist allerdings die wöchentliche Abstimmung "Wen würden sie wählen wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?", deren repräsentative Ergebnisse abwechselnd entweder von einer 2/3-Mehrheit der CDU oder einer Minderheitsregierung der Linkspartei unter Duldung der SPD (zwischen 5 und 8%) berichten, während die Grünen und die FDP anscheinend bei der nächsten Wahl zum lustigen grauen/blauen "Sonstige" Balken gerechnet werden können. Aber auch hier können echte Idealisten für "Ich gehe nicht wählen"anrufen. Was auch jedesmal zwischen 10 und 25% machen. Aus dem Haus gehen und seine Stimme abgeben um etwas an den Misständen in diesem, unseren Lande zu unternehmen? (Insert Ruhrpott Dialekt here) "Nä, bin doch nicht bescheuert!" Aber 49 Cent ausgeben um bei ner Abstimmung die keinen Menschen interessiert zu sagen, dass man nix machen wird... da is man doch dabei. (Wieder Ruhrpott-Dialekt) "Mann muss doch die da oben auch ma zeigen wo der Hammer hängt!"

Samstag, 26. April 2008

Soziologen-Orakel

Ob die junge Dame schon damals wusste, wie ich mich am nächsten Tag fühlen würde, als sie mir beim Betreten der Soziologie-Party den Stempel "Erledigt" auf den Handrücken drückte?

Mittwoch, 27. Februar 2008

Liebe in Zeiten des SMS-Fernsehens

Ich hatte die letzte Zeit wenig Zeit um hier etwas zu schreiben. Da jetzt aber sowohl ZP, als auch Ami-Bewerbungen als auch der 1. Tewil des Drehs hinter mir liegen, hab ich endlich mal wieder Muße meine Leserschaft mit neuem Stoff zu versorgen.

Ich hatte außerdem endlich mal wieder Zeit laufen zu gehen. Unglaublich wie schnell man total unfit wird. Als ich von meinen Runden im Park zurück war musste ich mich erst mal auf die Couch vor den Fernseher pflanzen.
Ausgepumpt wie ich war, konnte ich mich da natürlich keinem geistig anstrengenden Programm aussetzen. War um diese Tageszeit (zwischen 11 und 12) auch nicht möglich, selbst auf dem Intelektuellen-Sender DSF lief nicht wie sonst zum Philosophieren anregende Kost ("Wie groß werden wohl die Brustwarzen dieser osteuropäischen Bordsteinschwalbe im Boxring sein?" und natürlich "Was hat das denn bitte sehr mit Sport zu tun?"), nein stattdessen hat ein minder talentierter Moderator versucht mir einen Camcorder anzudrehen.

Hängengeblieben bin ich dann auf VIVA. Hier wurden meine niedermentalen Bedürfnisse befriedigt. Während ich Britneys neustes, anscheinend in einer schlecht ausstaffierten Garage aufgenommene Video sehen durfte, lief am unteren Bildrand die sogenannte "Loveline". Für meine arte-gestählte Stamleserschaft eine kurze Erläuterung: Verwirrte Teenager und HartzIV-Empfänger schicken ihren Namen und den Namen der von ihnen begehrten Person an VIVA, und erhalten dann anschließend live im Fernsehen die Prognose, wie es mit der Beziehung so wird. Da zuerst ein beschreibender Text aufpoppt und nebenbei die Prozentzahl, die die Qualität der Beziehung ausdrücken soll, hochzählt, habe ich begonnen ein kleines Spiel zu spielen. Während ich die Beschreibung las tippte ich, mit erstaunlicher treffsicherheit wie ich anmerken wollte, die Prozentzah, die zu dieser Beschreibung passt. Ist gar nicht so schwer, da sie sowieso meistens zwischen 60-75% und 90-100% liegen. Was wohl für eine Beschreibung bei 0% dastehen würde? Ich tippe auf ungefähr sowas:
Adrian - Josa: 0% Du hasst Josa bis aufs Blut. Das liegt an seinem abstoßenden Äußeren, sowie seinem penetranten Körpergeruch.

Aber die Fragen die sich beim betrachten der Sendung auftun, sind natürlich deutlich vielschichtiger:

Hildegard - Bill: 77% (Wer nennt seine 13 jährige Tochter Hildegard? Oder gibt es etwa postpubertäre Tokio Hotel Fans?)

Mustafa - Hermann: 93% (Was sagen ihre Familien dazu?)

Cindy - Ronny: 98% (Aus welcher Gegend Deutschlands könnten die beiden stammen?)

Und kann man VIVA verklagen, wenn es trotz ihrer Vorhersage, dass "diese Liebe für immer hält" nach 30 Jahren zur Scheidung kommt?

Liebe Grüße,

Adrian

P.S. Adrian - Adrian 64% "Adrian und du, eine Achterbahn der Gefühle. Er ist zwar verständnisvoll und gutaussehend, aber seine gnadenlose Hybris kann dich zur Verzweiflung bringen. Nur nichts überstürzen, lasst euch die zeit die ihr braucht."

Mittwoch, 30. Januar 2008

Es gibt nichts gutes, außer man tut es

"Hey, ich geh heute Blut spenden."

"Wow, welch edle Tat!"

"Naja, ich bekomm Geld dafür."

"Oh."

"Aber das spende ich direkt an wohltätige Zwecke."

"Wow."

"An einen Verein zur Förderung junger mittelloser Fimschaffender..."

"Oh, du bist ein Held!" (Subtext: "Bitte schlaf mit mir!!!")

"Dessen Vorsitzender ich bin und der hauptsächlich mich fördert."

"..." und ab.

Montag, 21. Januar 2008

Samstag, 5. Januar 2008

Die Vier-Schansen Turnee

Argh, es gibt nicht viele Dinge die mich aufregen (Pause für Gelächter). Aber wenn man in bester Jan "Forschung ist die beste Medizin" Ullrich-Manier das Wort "Chance" als "Schangse" (wahlweise auch "France" als "Frangs") ausspricht, geht mir das schon sehr gegen den Strich. Und jetzt muss ich mir ständig vom Media Markt das tolle Wortspiel der "4 Chancen Tournee" anhören.
Wieso ausgerechnet Skispringen? Sie hätten ja auch wissen können, dass Skispringen kein so zuverlässiger Spocht ist (zu viel Schnee, zu viel Wind, zu wenig Schnee...). Und jetzt ist der komplette Zeitplan dieser tollen Aktion durcheinander geraten, da das 3. Springen abgesgagt werden musste. Naja, wer "Schanse" sagt, hat es nicht anders verdient.