Donnerstag, 26. November 2009

Examenswoche

Die Woche der Wahrheit ist angebrochen: Kann ich der NYU vortäuschen, dass ich genug Ahnung vom Film hab, damit sie mir einen Master verpassen?
Dafür habe ich eine Woche Zeit, noch bis Montag 4PM. Muss 2 Essays schreiben, mit einem bin ich schon fast durch, schön über Tontheorie (Altman, Chion und natürlich der unvermeidbare Eisenstein, dieser alte Meckerbock).

Angefangen hat alles euphorisch beim sich ins Thema wieder einlesen, dann gefolgt von der Depression, nach der Feststellung, dass ich seit 3 Tagen auf ca. 15 qm (mein Zimmer + Küche + Klo) hause, während hier alle Thanksgiving feiern. Heute mittag war mir dann ganz schwindlig und übel. Ich würde sagen, ich habe damit die perfekte Möglichkeit für alle Akademikerinnen gefunden, sich endlich auch mal schwanger zu fühlen. Spätestens am Wochenende beginnen dann die Wehen und ich werde den Vater (der absurderweise ja irgendwie auch ich bin) verfluchen.

Sonntag, 22. November 2009

Abteilung schlechte Witze

What does a dyslexic, agnostic insomniac do?

- He stays away all night wondering if dog really exists.

Samstag, 21. November 2009

Lang lebe das Klischee

Kommentar einer Freundin auf meine Erläuterungen, weshalb ich das amerikanische Männerbild dem europäischen bevorzuge:

"Wait a minute? German men shave their armpits and German women don't?"

Donnerstag, 5. November 2009

Nachtrag zum Nachtrag

Circa 50 Meter von meiner Wohnung entfernt habe ich doch eine Art Feierlichkeit mitbekommen. Immerhin wurde ich gefragt ob ich "Cocaine, Cocaine for the Yankees!" kaufen möchte. Feiern im Manhattan-style.

Nachtrag zu "Gewinnen tun immer die anderen"

Heute abend war es also so weit: Die Yankees gewannen die World Series. Damit haben sie meine oben genannte regel natürlich nicht außer Kraft gesetzt, denn erstens, war es mir größtenteils egal und zweitens wollte mir das Schicksal selbst damit ein auswischen. Als vor knapp 2 Jahren der FCK beinahe in die 3. Liga abgestiegen wäre und sich am letzten Spieltag retten konnte, war in diesem knapp 100.000 Einwohnerstädtchen geschätzte 100mal mehr los, als in der 10 Mio Metropole heute nacht. Kein Autokorso, keine Huperei, keine ausgelassenen Feiern auf der Straße, keine brennenden Häuserblocks, absolut gar nichts.
Welch eine Enttäuschung. Erinnert mich an ein Bayern-Spiel gegen Duisburg, was ich anno 97 mal gesehen habe. Bei jedem Tor ein ca. 2sekündiges "hurra" und danach herrscht wieder Grabesstille.
Und dafür habe ich jetzt die ganze Nacht mit den Yankee "Fans" getrunken. Welch eine Verschwendung.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ratschlag

Mein Tipp an alle zukünftigen Professoren, Lehrer etc.: Wenn ihr wollt, dass eure Studenten näher an euch ranrücken und sich nicht nur in die letzten Reihen quetschen, setzt einfach einen gutaussehenden jungen filmstar in die 1. Reihe.

Seitdem James Franco (Spiderman, Milk etc.) in meiner "Sci-Fi, Horror and difference"-Klasse sitzt, also die letzten drei Wochen, ist die Verlagerung doch deutlich anders, als noch zu Beginn des Semesters.

Montag, 26. Oktober 2009

Gewinnen tun immer die anderen

Obige Regel ist eine der wenigen Dinge, die ich in meinem Leben gelernt habe. Sei es im Sport, in der Liebe oder auf Filmfestivals, man gewinnt einfach nicht. So auch heute abend nicht, als ich auf meinem ersten Football-Spiel war. Da heb ich als echter New Yorker natürlich auf einen Sieg der Giants gehofft, um dann in einem furchtbar schlechten Spiel dann doch die Arizona Cardinals siegen zu sehen. Und dafür fährt man extra raus nach New Jersey. Dieser komische Bundesstaat in dem die Städte so klingen, als seien sie ostfriesische outdoor-Aktivitäten (Metuchen, Weehawken, Hoboken). Übrigens das gleiche Stadion in dem 1994 Deutschland gegen Bulgarien, welch Überraschung, verloren hat.

Die Fans im Stadion haben sich auch fast mehr für das zeitgleiche Spiel der Yankees interessiert, immerhin sind diese an diesem Abend in die World Series eingezogen. Da ich gerne in der Stadt wäre, wenn die Yankees die World Series gewinnen, kann man den Philadelphia Phillies schon zur Titelverteidigung gratulieren.

Ein Highlight gab es dann aber doch (auch wenn mir von Teilen meiner imaginären Leserschaft wieder Unreife vorgeworfen werden sollte): In der Halbzeit sind die besten Frisbeefanghunde Amerikas aufgetreten. Einer sollte in die eine Richtung dem Frisbee hinterher, der andere in die entgegengesetzte. Da Hunde aber nunmal verdammt cool sind, haben sie nach 10 Sekunden das Frisbeejagen eingestellt und haben stattdessen mitten auf dem Spielfeld, direkt neben dem NFL-Logo, angefangen zu kopulieren. Live-Hunde-Sex-Show vor ca. 70.000 Zuschauern! Und da wurde sich über Nipplegate aufgeregt...